Im Allerheiligsten: Richardas Norvila aka Benzo umringt von Synthesizer-Antiquitäten  - Jens Lindworsky
 
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Music | by Heinrich Deisl

Benzo, „The Tapes“, Laton 2004.

Auf der Benzo-Couch: Theater- und clubtaugliche Therapiestunden

From Moscow, with love: „The Tapes“, die Debüt-CD des außergewöhnlichen litauischen Soundforschers Richardas Norvila aka Benzo, ist auf dem österreichischen Label Laton erschienen. Die musikalische Tiefenwirkung der CD mag daher kommen, dass Benzos Brotberuf Psychotherapeut ist. Diese soziale Ader überträgt er auf sein Musikprojekt und spielt nur auf alten russischen elektronischen Instrumenten, die meist therapier-, sprich reparierbedürftig sind. Seit 1994 navigiert Norvila als Dr. phil. zwischen umfangreichen Theatermusik-Aufträgen und Clubnächten als Produzent und DJ. Mit akustischen Instrumenten wird die Weite des Landes beschworen („Am Lagerfeuer“), während mit lang anhaltenden Beat-Komplexen auch Stadtmoloche zu Discotänzern werden. In Benzos Musik wird das multiethnische Treiben Moskaus zu Klanggebilden.