Das Schengener Abkommen verankert zudem gemeinsame Informationsnetzwerke und die Harmonisierung sämtlicher Richtlinien. In der Berliner Ausstellung werfen Künstler, Architekten und Theoretiker ein Licht auf ein Schengen, in dem Grenzen und Lokalkolorit neu gedacht werden und Identität flexibler wird, sowie ein Schengen, das neue Ideen zur Ein- oder Ausreise herausfordert, legal oder illegal, Exil oder Flucht. Auf der einen Seite steht der Europafrust der europäischen Elite, auf der anderen der Wert, der dem Klub der Schengen-Mitglieder von außerhalb ihrer Grenzen beigemessen wird.
„Die Tendenzen in zentral- und osteuropäischer Kunst überschneiden sich vom Kosovo bis nach Kaliningrad eher kaum“, erklärt Initiator Aaron Moulton. „Wenn man sich jedoch die Geschwindigkeit vergegenwärtigt, mit der der europäische Klub neue Mitglieder aufnimmt, dann suchen Anwärterstaaten und Nichtmitglieder nach Gemeinsamkeiten und versuchen,
auf der Suche nach einer Identität eine Art ,Normalität‘ zu finden.“
Teinehmende Künstler und -gruppen: IRWIN, R.E.P. Group, Pablo Helguera, Matteo
Ghidoni, Hito Steyerl, Mateo Bejenaru, Ciprian Muresan, OMA/AMO/Rem
Koolhaas, Alexey Chebykin.
Aussstellung „Schengen“, 10. Februar bis 13. April 2008
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