Die unbekannten Europäer

at_unbekannte_europaeer_hb Eine fotografische Reise von Kurt Kaindl mit Texten von Karl-Markus Gauß
Sonderausstellung im Volkskundemuseum von
26. Oktober 2007 bis 13. Jänner 2008

Der für seine sensiblen und genauen Bilder bekannte Fotograf Kurt Kaindl hat auf mehreren Reisen zusammen mit dem Schriftsteller Karl-Markus Gauß Orte und Menschen besucht, deren Kultur und Lebenssituation nur wenig geläufig ist.
Eine Auswahl der dabei entstandenen Fotos wird in dieser Ausstellung zu sehen sein. Kaindls Bilder und Gauß' Texte öffnen dem Publikum behutsam den Blick für das Wesen europäischer Minderheiten und legen in Fotos und Texten ein leises, aber starkes und überzeugendes Plädoyer für das unbekannte Europa – jenseits von Maastricht und Brüssel – vor. Die Fotos zeigen ein Europa, in dem sich Identitäten zu behaupten suchen und dabei täglich kulturelle Grenzüberschreitung praktizieren. Insofern sich diese Völker niemals auf die Enge des Nationalstaatlichen einließen, sind paradoxerweise gerade sie, die kaum jemand kennt, nicht nur Zeugen eines alten vergessenen Europa, sondern auch Wegbereiter eines künftigen Europa, in dem nationale Grenzen gefallen sind und dennoch keine Einheitskultur entstehen, sondern sich ethnische, religiöse, sprachliche, kulturelle Vielfalt entfalten soll.

Project contact:
Österreichisches Museum für Volkskunde
Matthias Beitl
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